Kitesurfen in Brasilien 26. August – 23. September 2005
.. vor Freitag 26. August
Die letzten Vorbereitungen laufen.
Bald gehts los…
Der Kribbel-Faktor steigert sich mit jeder Minute. Hoffentlich vergessen wir nicht zuviel bei dem gezappel. Video- und Fotokamera haben wir im Gepäck und sind somit für das Kite-Reporting bereit…Raus aus dieser Kälte… brrrr
Freitag 26. August
Reise / Fortaleza
Pünktlich um 19 Uhr Ortszeit (5 Zeitzonen westlich verschoben zur Schweiz) sind wir in Fotaleza gelandet. Leider geht die Sonne am Äquator bereits um 18.00 schlafen. Trotz Jetlag machten wir an heute Abend noch bekanntschaft mit dem brasilianischen Nachtleben
Adi hat uns super eingeführt. Vielen Dank!!!
Samstag 27. August 2005
Canoa Quebrada
Jetlag sei Dank. Wir verliessen bereits morgens um 7 Uhr das Haus und gingen die Strandpromenade von Fortaleza ab welche von Bars und Restaurant geziert ist. Wie vom Mittelmeerraum gewohnte Strandshops gibt es nicht, also müssen wir das erste Paar Havaianas einige Strassen weiter hinten einkaufen. Aufs Kiten können wir uns freuen, der Wind bläst bereits hier non stop. Anschliessend haben wir einen Opel Corsa gemietet und uns gleich danach von Adi, unserem Fortaleza Chef, verabschiedet. Wir wollten baldmöglichst zu unserem nöchsten Reiseziel, Canoa Quebrada, um endlich kiten zu gehen. Die brasilianischen Strassenschilder sind ziemlich komisch angeschrieben, wenn es sie überhaupt gibt. Nach etlichem Verfahren sind wir dann aber doch noch auf der richtigen Strasse gelandet. Davide, der Mann mit der schönsten Pousada in Canoa Quebrada, hat uns mit seiner Familie herzlich empfangen.
Sonntag 28. August 2005
erste Session
Heute sind wir mit Davide und seinem Buggy 12km auf dem Beach zu einem Flachwasser- Spot gefahren. Dies wird wohl unser Homespot hier. Wir waren 3 volle Stunden auf dem Wasser
Montag 29. August 2005
Flachwasser kiten
Da die Ebbe heute spät ansetzte, fuhren wir erst gegen 2 Uhr Mittags zum Kitespot. Der Wind war sehr konstant und wir fuhren mit 12 – 16er Kites. Schon wieder 3 Stunden auf dem Wasser.
Dienstag 30. August 2005
Fortaleza
Da wir in Canoa Quebrada kein Auto benötigen, fuhren wir zurück nach Fortaleza um den Mietwagen abzugeben. Unser Fahrer, der uns danach wieder nach Canoa fuhr, führte uns ins grösste Shopping Center in der Region (welches 24h geöffnet ist). Dort kauften wir einen Mixer damit wir uns jederzeit selbst unsere Fruchtdrinks mixen können
. Zurück in Canoa reichte die Zeit sogar noch für eine dreistündige Kitesession.
Mittwoch 31. August 2005
Simons Knie
Heute waren wir bereits um 8Uhr morgens an unserem Spot. Die Ebbe hatte ihren maximalen Stand erreicht, wodurch das Wasser noch flacher war, einfach perfekt! Simon konnte sich nur schlecht zurückhalten und war als erster mit seinem 16er auf dem Wasser. Leider frischte der Wind plötzlich auf und nahm um mindestens 2 Windstärken zu. Simon hats verchuttet und sein Knie auch. Sein vor 6 Wochen gebrochenes Schlüsselbein, macht das Kiten problemlos mit. Bei diesem kamikaze mässigen Abflug hat er sich sein Knie verdreht und das Innenband schmerzt. Humpeln ist angesagt. Davide’s Frau verwöhnte ihn allerdings mit einer wohltuenden Massage. Heute für Simon nur 30 Minuten
Kiten, aber Martin hat das Total auf 1.5 Stunden Kiten erhöht.
Donnerstag 1. September 2005
Oase
Um 9.00 Uhr kamen wir am Spot an. Das Meer stand auf Low Tide. Flachwasser so weit das Auge reicht. Fertig mit dem lächerlichen Bodydrag Richtung nicht Schokolade-Seite, denn auch Martin führt nun sicher in beide Richtungen und Simon kämpfte sich mit mini Neoprene Kniestütze durch das kühle Nass. Nach ca. 2.5 Stunden verliessen wir wieder mit einem breiten Grinsen den Spot, um in einer kleinen “Oase” mega speziellen Caipirina und Grill Cheese zu geniessen. Zu Hause profitierte David’s Nachwuchs Raphael von unserer guten Caipirina Laune und Gelassenheit. Heute war der Wind etwas unkonstant. Zuert Schwach, grad genügend für 16er, dann gut für 12er und danach wieder Wechsel zum 16er.
Freitag 2. September 2005
16er Session
Seltsam, heute waren wir um ca. 10.00 Uhr mit den 16ern am Start. Trotz dieses Schwachwindes verliessen wir erst nach 2.5 Stunden wieder das Wasser. Martin ist nun der King of the upwind runners und Simon leistete, aus Rücksicht auf das strapazierte Innenband, Kiting im Grossvater Stil, obschon ich hier nicht behaupten möchte, dass mein Grossvater bereits gekitet ist
Am Abend mal wieder Pirellizucht bei Grill-Cheese uns Bier beim östereichischen Mark. Hei, Österreicher haben das Gefühl, sie reden Hochdeutsch… hehehe die Schweizer wohl auch, odr?
Samstag 3. September 2005
Lazy Days
Leider keine Bildi vom Kiten, da jeder von uns 3 Stunden lang den sagenhaft stabilen Wind mit 12er Kites genoss, und auf dem spiegelglatten Wasser vor sich hercruiste. Zur Belohnung gabs Caipi und leckeren Fisch im Lazy Days. Bilanz nach 7 Tagen Kiten: Jeden Tag genug Wind für eine Session. Das macht mir etwas Angst – Ob unsere Kondition wohl für 4 Wochen ausreicht?
Sonntag 4. September 2005
Sin City
Müssen wir eigentlich noch erwähnen, dass wir heute wieder guten Wind hatten? Schon wieder 3 Stunden auf dem Wasser. Auf der Rückfahrt vom Spot haben wir Daniel und Marc die Grill-cheese- und Caipi-Oase gezeigt. Abends waren wir bei Marc zu Bier und Video eingeladen. Sin City stand auf dem Program. Dies war ein gelungener Ausklang für einen solch tollen Tag. Nicht wahr Jungs?
Montag 5. September 2005
Elektroshock-720
Uff, wenn doch jeder Montag so sein könnte wie der heutige… bereits früh starteten wir wieder die 3 Stündige Kitesession auf unserem Homespot. Für den 12er Schirm wars zeitweise etwas knapp. Zum Glück hatten wir grössere Bretter im Gepäck, und konnten so das Ausharren am Beach vermeiden. Davide erlitt einen Materialaussetzer, bei seiner Leadingedge öffnete sich das Ventil während der Fahrt. Eine eher mittelmässig spektakuläre Rettungsaktion wurde durch einen, wie gewohnt nervösen Ragazzi-Kiter, dessen 720 Jumps uns als Elektroshock-720 in Erinnerung blieben
, eingeleitet. Alles Verlief glimpflich. Zum Abschied von Marc gibts heute Abend wieder Grill-Cheese und BBQ.
Dienstag 6. September 2005
Forza Italia
Wie gewohnt cruisten wir um 9.00 bereits dem Strand entlang in Richtung Home-Spot. Der Wind war heute etwas stärker und mit unseren 12er waren wir sehr gut angepowert. Das Wasser war choppy, was Simon ausnutzte, um Switch oder Toe-Side zu testen und seine Jibes zu erweitern. Simons Flugphasen seien allerdings immer noch nicht höher als 1 Meter, teilte ihm Martin nach seiner Session mit. Naja, die Videoanalyse wirds genauer verdeutlichen. Mir kams allerdings vor, als würde ich mindestens in 5 Meter Höhe schweben
Martin fuhr kurz meinen 12er North Vegas 05 und fand gefallen daran. Muss mich jetzt wohl beim Aufbauen immer etwas vor ihm in acht nehmen, da ich ansonsten plötzlich meinen heissgeliebten 12er vermisse, so wie heute nach der Heimfahrt… forza Italia..
Mittwoch 7. September 2005
Einbrecher
Heute ist unser erster Unterbruch nach 10 Kitetagen. Dies hat allerdings eine Vorgeschichte: Daniel hatte vergangene Nachte Besuch eines Einbrechers, welcher ihm ein aufschürfendes Wettrennen lieferte. Beim Sprung über die Mauer hat er sich Dani die Zehen aufgerissen, wodurch das Kiten für ihn wohl mehrere Tage ausfallen wird. Wir organisierten spontan ein BBQ.
Donnerstag 8. September 2005
BBQ bei Davide
Heute war der Wind für unsere 12er Schirme am oberen Limit. Zum Glück hatten wir noch einen 9er Boxer dabei. Nur schade, war es heute ziemlich Choppy (wohl wegen dem stärkeren Wind). Allerdings waren die Chopps für den 9er und das Wipika Catman kein Grund, richtig fett Höhe zu laufen. Am Abend veranstalteten wir erneut ein spontanes Grillen mit Davide und Familie.
Freitag 9. September 2005
Windy Day
Der Wind war heute ähnlich stark wie gestern. Der Spot wieder Choppy. Simon fuhr wie gewohnt den 12er und konnte heute bereits etwas höher springen. Bei einer versuchten Rotation artete das Manöver in einen doppelten Kiteloop aus, was nicht ohne Schmerzen beendet wurde. Zuhause angekommen freuen wir uns auf frischen, leckeren Fisch bei Lazy Days.
Hier mal noch etwas Brosa:
Canoa Quebrada ist ein verschlafenes Hippie-Dörfchen in Nordosten von Brasilen im Bundesland Ceara. Die ungefähr 1500 Einwohner leben grösstenteils vom Tourismus oder von der Fischerei. In Canoa gibt es so viele verschiedene Restaurants, dass wir jeden Tag ein neues ausprobieren könnten, würde der Peixe grellhado com legumes im Lazy Days nicht so lecker schmecken. Abends läuft hier nicht die mega Party, aber immerhin geht was ab. Die brasilianischen Hippies versuchen in der Hauptstrasse, dem Broadway, ihr “Kunsthandwerk” zu verkaufen. Die Touristen geniessen die feinen Menüs in den verschiedensten Restaurants, welche am Broadway liegen. Da uns unsere Kitetage und die starke Sonne körperlich einiges abverlangen, gehen wir abends meistens was essen und dann früh schlafen. Durchschnittlich wird von 9.30PM bis 6.30AM gepennt.
Die Pousada Colibri ist für Kiter sehr empfehlenswert. Wir geniessen hier alle Vorzüge des Gastgebers Davide und Familie. Jeden Morgen wird uns frisches Brot, herrliche, brasilianische Früchte und frischer Fruchtsaft aufgetischt. An den brasilianischen Käse und Schinken mussten wir uns allerdings zuerst etwas gewöhnen. Davide, der selbst auch ein angefressener Kiter ist, fährt uns täglich für ein kleines Entgelt zum Spot, wo jeder von uns so gut er kann während durchschnittlich 3 Stunden seinen Spass im kühlen Nass ausleben kann.
Möglicherweise wäre es vernünftiger, länger als 3 Stunden pro Tag zu Kiten, da uns ansonsten zuviel Zeit zum Geniessen der verschiedensten Drinks wie Capeta, Caipirina oder Pina Colada bleibt… Unsere Wohlstandsbüuche wachsen
Samstag 10. September 2005
Halbzeit
Heute ist die erste Ferienhalbzeit durch
/:(
Die Ebbe ist heute um ca. 14.00 Uhr, also haben wir heute morgen Zeit, den Tagesbericht zu erfassen. Die Ebbe ist für unseren Homespot massgebend, da nur in diesem Gezeitenzustand das Wasser absolut flach ist. Allerdings wurde uns in den letzten 3 Tagen, trotz Einhaltung dieser Regel, ein dicker, roter Strich durch die Rechnung gemacht.
Der Wind spielt momentan verrückt. Tagsüber bläst er mit ca. 25 Knoten über den Beach und Nachts arbeitet er sich auf ca. 37 Knoten hoch. Zur Messung von solchen Windgeschwindigkeiten wird Schutzkleidung vorgeschrieben! In unserem Appartement benötigen wir bald eine Sandschaufel, um unsere Kleider aus dem vom Wind herbeigetragenen Sand zu bergen.
Sonntag 11. September 2005
Buggyfahren
Einmal mehr war heute Action angesagt.
Morgens sind wir mit Daniels Buggy über die Sanddünen von Canoa Quebrada gedüst. Leider wohl mit etwas zuviel Schwung, denn beim Flug über eine kleine Bodenwelle hats den Beifahrersitz ausgerissen und Simon wurde heftig durchgeschüttelt.
Wir hatten mächtig Spass und dabei beinahe unseren Kite-Termin verschlafen. Die Ebbe ist immer noch sehr Spät, weshalb wir erst nach 14 Uhr an unserem Spot eintrafen. An unserem Homespot haben wir heute eine Gruppe Norweger getroffen, denen es in Combuco zu viel Windstärken hatte (schmunzel). Eh ja, und sobald ich diesen Satz beendet habe, werden wir im Dorf beim Kubaner was feines Essen gehen und die hübschen Servierdüsen anlächeln.
Montag 12. September 2005
Kiten bei Sonnenaufgang
Um 4:30 morgens läuteten unsere Handys, um uns an unseren bevorstehenden Plan zu erinnern. Das Gefühl, aus dem Tiefschlaf gerissen zu werden, erinnerte uns stark an unseren Arbeitsalltag.
Von Arbeiten war heute allerdings nicht die Rede, obschon Davide das Kiten arbeiten nennen würde
So früh am Morgen erfüllten wir uns unseren lange gehegten Wunsch, und sind bei Sonnenaufgang Kiten gegangen. Die Atmosphäre war unbeschreiblich… Die Bilder sprechen für sich…
Auf der Rückfahrt mit dem Buggy, lieferten wir uns ein anstrengendes Match gegen die hiesigen Strandkrabben, welches wir allerdings 1:0 gewannen.
Am Nachmittag hatte es merklich weniger Wind. Mit unseren 16ern und einer Schranktüre als Board (Flydoor von Flysurfer), kamen wir knapp ins Gleiten.
Jetzt steht Pizza mit Davide und Family auf dem Programm. Brasilien ist schon sehr anstrengend
Dienstag 13. September 2005
Aracati
Heute Morgen unternahmen wir einen Ausflug nach Aracati, die nächst “grössere” Stadt in der Region. Es war irgendwie ganz lustig, die Leute beim Arbeiten zu beobachten. Nach gegrillten Hähnchen zum Mittagessen und einer ausgedehnten Siesta, war es wohl schon ziemlich nach 15 Uhr, als wir uns entschlossen noch zum Spot zu fahren. Da wir gestern nicht wirklich viel Windausbeute hatten, rechneten wir auch heute nicht min Spitzenbedingungen und packten unsere 16er Schirme wieder mit ein. Es reichte dann aber doch für 12er und 15er Sessions aus. Nur war es heute sehr choppy, was wohl mit den Gezeiten zu tun hat, denn die Ebbe ging heute nicht mehr so stark zurück wie vor einigen Tagen.
Mittwoch 14. September 2005
Parajuru
“Wuah”, schon wieder läutete der Wecker um 4.30 morgens. Dänu, Tinu und Simu machten sich bereit für einen “Dreitägeler” nach Parajuru, wollten aber vorher unbedingt nochmals das Sonnenaufgangs-Kiten wiederholen. Die Sonne begrüsste uns um ca. 5.20 Uhr in den Tag und der Wind reichte aus, um mit den 16ern und der Schranktüre gemütlich ins gleiten zu kommen. Nach dieser eher gemütlichen Angelegenheit, fuhren wir per Buggy zum Fluss, wo wir ein Wassertaxi für unseren Wagen erwarteten. Dort angekommen, war kein Wassertaxi anzutreffen. Selbst nach unzähligen, ohrenbetäubenden Pfiffen über den Fluss, regte sich auf der anderen Seite immer noch nichts. Simu opferte sich heldenhaft und überquerte schwimmend den grünen, trüben, salzigen Fluss und konnte dort das Taxi organisieren. Während diesem “Schwumm” wurde er mindestens 3 mal von Haifischen, 5 mal von Seeschlangen und 7 mal von Krokodilen gefressen
. Kurz nach dieser abenteuerlichen Flussüberquerung, kamen wir in Parajuru an. Dort quartierten wir uns in der wunderschönen, mit einem riesigen, grünen Garten ausgestatteten, Pousada do Chalet ein. Anschliessend ging’s ab an den Beach. Die Gezeiten machten uns allerdings einen Strich durch die Rechnung, und so verzichteten wir aufs Kiten und entschieden uns, in einer schäbigen, von der Witterung angefallenen Strandhütte, haufenweise Crevetten zu verdrücken. Danach ging’s noch kurz ab zum Dorfmechaniker, um den Buggy zu reparieren. Der stotterte mehr als er fuhr. Die Reparatur hielt keine 5 Minuten.
Donnerstag 15. September 2005
Österreicher
Kurz nach 10.00 und einem ausgedehnten Frühstück in der Pousada, machen wir uns auf den Weg zum Spot von Parajuru. Die Flut machte das Wasser sehr unruhig, also warteten wir und vertrieben uns die Zeit mit einem Strandjogging. Danach rockten wir den Spot ab. Wieder war der 16er am Start. Etwas weiter innen in Meer, brachen sich die Wellen auf eine wunderbare Weise, so dass sie von uns abgefahren werden konnten. Der Spass war unvergesslich. Am Spot trafen wir eine Gruppe Österreicher, in deren Gesellschaft wir erneut Crevetten und Bier genossen. “Danke für die Unterhaltung und das Abschleppen zum Mechaniker, und macht es nicht all zu oft wie der Strauss und steckt den Kopf zu tief in den Sand”
Freitag 16. September 2005
Krabbenjagd
Irgendwie hatten wir das mit den Gezeiten nicht so ganz im Griff und am Beach waren zu viele lokale Fischer, und so entschieden wir uns, nach dem dritten Machanikerbesuch, Parajuru zu verlassen, und an unserem Homespot Kiten zu gehen. Die Flussüberquerung war diesmal unproblematisch. Am Homespot angekommen, war die Flut knapp vor ihrem Höchststand und die Wassermassen unberechenbar. Wir entschieden, in der nahe gelegenen Oase die Zeit totzuschlagen. Allerdings wurde uns auch durch diese Rechung ein dicker Strich gemacht, da uns die Flut die Rückfahrt über den Strand nicht erlaubte. Wir warteten fast 3 Stunden am Strand und verkürzten uns die Zeit mit Joggen, lesen und Krabben-Gladiator-Fights
. Wir werden wohl nicht so schnell vergessen, wie wir unter Indianer-ähnlichem Kriegsgeschrei um die “Krabbenarena” tanzten, um die darin gefangenen Krabben in ein “Dreh-Flash” zu versetzen.
Am Abend haben wir in Canoa spontan vier weitere Schweizer getroffen, mit denen wir, das erstes Mal in unseren Ferien, bis morgens um 4 Uhr durchfeierten.
Samstag 17. September 2005
Martins Geburtstag
Mit einem, von den vielen Caipirinas, übersäuertem Magen, und verkaterten Kopf, waren wir nicht sonderlich traurig, dass der Wind heute erst gegen Mittag einsetze. Wir beschränkten das Kiten auf eine kurze Session in Canoa selbst. Der Spot ist nicht erwähnenswert. Nach 20 Minuten Wellenreiten, waren wir alle wieder zurück an Land.
Am Abend gab’s ein gemütliches Geburtstagsgrillen bei Davide.
Sonntag 18. September 2005
Low Tide
Gestern hatten wir Vollmond. So hat das Meer heuten morgen, bei Low Tide, seien Tiefststand von 0 M.ü.M. erreicht. Unser Spot war, weil hinter einer Sandbank gelegen, völlig wellenlos. Leider war der Wind etwas böig und mit unseren 12ern Schirmen waren wir nach und nach unterpowert. In der Oase haben wir uns bei Grill-Cheese und Kokossaft getröstet.
Montag 19. September 2005
Der perfekte Tag
Heute hatten wir seit 3 Wochen die besten Bedingungen. Der Wasserstand hat sein absolutes Tief erreicht und war spiegelglatt. Bei ca. 24 Knoten waren wir mit unseren Kites der Grössen 11qm und 12qm bestens gerüstet und fetzten 3 volle Stunden über unseren Homespot. Es wäre zu schön gewesen, an einem solch perfekten Tag ganz unter sich zu sein und nur mit den besten Kumpels das Wasser zu teilen, doch leider wurde dieser Traum durch 4 weitere Kiter gestört. Von der Sonne verbrannt bis hin zum halben Hitzeschlag, verliessen wir alle total erschöpft das Revier. Möglicherweise war dies der perfekteste aller Tage hier in Canoa Quebrada…
Dienstag 20. September 2005
Just Cruising
Der Wind schien heute anfänglich etwas zu schwächeln, doch unsere 16er und freuten sich über ihren seltenen Einsatz. Genau, wir gingen schon wieder Kiten, diesmal mit komplettem Sonnenschutz, einem Fass Wasser im Gepäck und einer zusätzlichen Tasse Bouillon im Magen.
Die Windstärke reichte aus, um mit dem kurzen Boards gut zu gleiten und ein paar fette Höhenflüge hinzuzaubern. Gegen 13.00 fing der Wind erneut an zu schwächeln, und so amüsierten sich Dani und Simu mit Cool-Rider-Stunts in Classic-Waterski-Manie auf den “Fliegend Türen” von Flysurfer.
Immer noch gezeichnet vom Vortag, verkrochen wir uns nach einer erneuten 3 Stunden Session in unseren Hängematten.
Während einem kurzen Augenblick hatte Simu heute ein ganz spezielles Erlebnis auf dem Wasser. Er erinnerte sich nämlich daran, dass dieser traumhafte Zustand von Sonne, Wind und Kiten nur noch 3 Tage anhalten wird
Dafür ist die Wind- und Sonnengarantie für die nächsten 3 Tage hundertprozentig
.
Oh.. i ha mis Flugticket verlore…..
Mittwoch 21. September 2005
Michael from Combuco
Die Kitesession fiel heute ausnahmsweise etwas knapp aus, das der Wind einfach nicht so richtig Power entwickelte. Doch für ein paar gelungene Schnappschüsse reichte es allemal.
Viel unterhaltsamer war heute die folgende Geschichte:
Davide, unser Pousada Host, hatte vor 3 Tagen seinen Caprinha Co2 zum Verkauf ausgeschrieben. Durch einen Zufall fanden wir sein Inserat im Internet. Wir erinnerten uns, dass sich David einmal den Mund darüber zeriss, dass sich Ivano, ein typischer Italiener, einmal für ein Rendez-Vous mit einer hübschen Brasilianerin, unter der brütender Sonne neben dem Bankomat auf dem Dorfplatz, verabredet hatte.
Davide meinte: “Wie kann man sich nur neben einem Bankomaten verabreden?”,”zudem, wenn kein Schatten da ist, in welchem man sich vor der starken Nachmittagssonne schätzen kann.”
Auf sein Inserat meldeten wir uns als Michael from Cumbuco, und verabredeten uns zur Abwicklung des Geschäfts, genau neben diesem Bankomaten, um 4.00 Nachmittags
Dort liessen wir ihn mit seinem Sohn Rafael während 20 Minuten warten, bevor wir ihn von den Qualen befreiten
Selbstverständlich wurde das ganze auf Video festgehalten.
Am Abend besorgten wir uns im Nachbardorf Aracati, ein paar Aufkleber mit dem Kiteportal Logo.
Donnerstag 22. September 2005
ein weitere Tag am Beach
Simon nutze den heute etwas schwachen Wind, um während einer Fotosession sein Bestes zu geben.
Tinu der Fotograf, gesellte sich danach erneut zu ihm aufs Wasser. Heute wurde, trotz schwächelndem Wind, erneut 3 Stunden gekitet. Man weiss ja nie, wenn es das letzte Mal ist
Aber das Leben ist ja noch lang..
Freitag 23. September 2005
letzer Tag auf dem Wasser
Der Wind frischte heute leider nicht wie erhofft etwas auf, weshalb wieder nur easy crusing angesagt war. Trotzdem können wir auf windreiche Ferien zurückblicken, es gibt keinen Tag, an dem der Wind nicht zum Kiten gereicht hätte. Am Abend gab es dann bei Davide und seiner Familie das letzte BBQ. Daniel und Charly vom Kiteshop waren auch dabei.
Samstag 24. September 2005
Abschied von Brasilien
Der Abschied von Canoa war hart. Wir hätten keine Probleme damit gehabt, unsere Ferien um mehrere Monate zu verlängern.. Die Fahrt zum Flughafen sowie das Checkin lief reibungslos. Die Dame am Schalter machte erst noch Stress wegen unseren übergrossen Kitebags, was sie aber dann aufgab.
Sonntag 25. September 2005
wieder Daheim..
Fast pünktlich sind wir in Zürich gelandet. Der Kälteschock blieb zum Glück aus, in der Schweiz ist es Sonnig und immerhin fast 20° warm.
Adressen:
Adressen:
Name: Pousada Colibri
Inhaber: Davide Odifredi
Adresse: Canoa Quebrada
Phone: 00 55 85 9604-4953
E-Mail: pousadacolibri@hotmail.com
Web: Pousada Colibri
Name: Adrianos’ Apartamentos Mobilados
Inhaber: Adrian Weiss
Adresse: Rua Joaquim Alves 214, Fortaleza
Phone:
E-Mail: adriano@boavida.com
Web: Adrianos’ Apartamentos
Name: Canoa Kitesurfing School
Inhaber: Daniel Cramer
Adresse: Canoa Quebrada
Phone:
E-Mail: info@canoakiteschool.com
Web: Canoa Kitesurfing School
