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Archiv für Mai, 2005

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Kiteferien in La Franqui und Leucate – Mai 2005

27. Mai 2005 martin Keine Kommentare

Freitag 20. Mai 2005
Anreisetag
Wir hatten wohl beide schon seit Tagen das Reissen, möglichst bald in den Süden zu reisen. Deshalb fuhren wir bereits gegen 13Uhr ab. Unsere Fahrt führte uns über Genf und Lyon nach Leucate in Südfrankreich. Wir legten nur einen kurzen Zwischenstop in einem französischen Super-Supermarkt ein, um den Proviant / Bier aufzustocken. Nach 7 stündiger Reise trafen wir dann bei unserem Bungalow am Strand ein, wo uns unsere berner Vorgänger schon erwarteten. :-) Mit ihnen genossen wir unseren ersten Abend. Es war lustig.

Samstag 21. Mai 2005
1. La Franqui

Heute reichte der Wind nicht ganz zum Kitesurfen (ca. 8kn). Deshalb machten wir uns nach dem (kurzen) Morgenessen mit dem Buggy im Gepäck sofort auf Richtung La Franqui, dem Europaweit bekannten Kitebuggy Spot. Nach etwa einer Stunde suchen nach der Einfahrt auf den Beach, freute es uns umso mehr, als wir die richtige Strasse doch noch fanden :-) Wir suchten uns auf dem endlosen Beach einen Parkplatz und bauten den Buggy zusammen. Dann liessen wir die Amun kreisen und fuhren abwechslungsweise unsere ersten Runden. Bis gegen Abend frischte der Wind noch ein bisschen auf und unsere Speed Rekorde wurden immer wieder überboten (GPS lässt grüssen) Der Tagesrekord lag dann bei 45.4km/h, was für solch einen kleinen Buggy sicher nicht schlecht ist. Da wir den ganzen Tag einen riesigen Spass hatten und wir die Zeit während dem Fahren völlig vergassen, war uns dann auch egal, dass wir ab und zu Salzwasser schluckten und unserer Kleider ziemlich unter dem Spritzwasser litten. Wir kommen wieder!

Sonntag 22. Mai 2005
7bf

Der Sonntag fing schon nicht so toll an. Erst wurden wir von unserem 4jährigen französischen Nachbar um 8 Uhr morgens geweckt, und als wir den Kopf aus dem Bungalow steckten, war es auch noch grausam Kalt und Nass. Für mich war der Gedanke ans Kitesurfen in diesem Moment gerade nicht der schönste. Nach dem Morgenessen und Check des Materials fuhren wir im Konvoi zum Spot. Das Kiterevier befindet sich nördlich von La Franqui und ist ein ca. 1x4km grosser Salzwassersee, welcher von Knöchel- bis Brusttief reicht. Also wirklich ideal für Kitesurfer. Nach einigen Beobachtungen vor allem der Windmesser (welche 2-3bf anzeigten) entschieden wir uns für die 16er Kites welche wir nur mit Mühe in den Zenit ziehen konnten. Kitesurfen konnte man also vergessen. Ausser man hatte mindestens einen 19er Schirm wie Alain, unser Guide dabei. Wir übten deshalb die Relaunches und machten ein paar Boddydrags bis…. plötzlich der Tramontana mit einer anfänglichen 7bf Böe einsetzte. Die Verhältnisse waren nun nicht mehr fahrbar für Anfänger, welche nun einigen Local Pro’s Platz machten. (siehe Fotos)

Montag 23. Mai 2005
Hack

Der Tramontana vom Vortag liess entfaltete auch an diesem Tag seine 6Bft. Allerdings war das Wochenende vorbei, die Böen wurden stabiler und es bot sich die Gelegenheit, mit den ganz Kleinen Schirmen Kiten zu gehen. Simon schnappte sich einen 7ner Naish Aero, welche optimal zu ihm zu passen schien. Als er einmal quer über den Etang brauste und mit einem breiten Grinsen an den Beach zurückkam, wechselte er seinen Fanatic Easyrider gegen seinen neuen Fanatic Skyrider. Auch mit dem neuen Brett schien er eine Menge Spass zu haben. Simon wusste in diesem Augenblick noch nicht, dass dies sein letzter Surftag in dieser Woche sein wird, sonst wäre er wohl noch viel länger auf dem Etang hin und her gebraust.

Am Strand lernten wir ein paar Ravensburger Studenten kennen, welche ihre Ferien mit Kiten und Windsurfen verbringen wollten. Aber anscheinend waren diese zwei Jungs vom Pech nur so verfolgt worden. Max, der eine der zwei Jungs, wollte an diesem Tag Kiten gehen. Als er seinen 10er Schirm startete, wurde dieser ohne einen Grund in der Luft zerrissen. Möglicherweise die Folgen von zu viel Sonne und zu viel Salz. Sein Kumpel erzählte uns noch, dass er am Vortag zusätzlich sein neues Rig im Etang versenkt hatte und dieses nicht wieder auffindbar war. Die Beiden machten sich noch an diesem Abend auf die Rückreise nach Deutschland.

Dienstag 24. Mai 2005
Speedrekord

Schon am Morgen sah es nicht nach wirklich viel Wind aus. Wir fuhren aber trotzdem zum Kitebeach am Etang und genossen das schöne Wetter. Gegen Mittag frischte es dann ein wenig auf und mit einem 20er Schirm kam man knapp ins fahren. Da es aber nicht nach viel Spass aussah, beschlossen wir weiter zu fahren nach La Franqui um unserem zweiten Kitehobby, dem Kitebuggy fahren zu frönen. Dieser Entscheid schien der richtige zu sein, denn heute stellten wir einen neuen Speedrekord mit 52km/h auf :-) Leider waren heute aber sehr viele Strandsegler und Mountainboard Anfänger unterwegs und man musste sehr aufpassen, dass man freie Fahrt hatte. Aber zwischendurch ein paar Fluchworte und dann gings.

Mittwoch 25. Mai 2005
Barcelona

Bereits früh morgens konnten wir erahnen, dass uns dieser Tag keinen Wind zum Kitesurfen bringen würde. Martin, Elias und ich entschieden uns, das 220 km weiter südlich liegende Barcelona zu besuchen. Wir hatten eine riese menge Spass, doch leider nicht im Zusammenhang mit dem Kitesport, also werden wir auf weitere Ausführungen verzichten und diesen Tag in guter Erinnerung behalten.

Donnerstag 26. Mai 2005
Flaute

Leider ein Tag ohne alternativen. Selbst Buggy-Kiten war nix. :-(

Freitag 27. Mai 2005
Buggy-Car-Surfing

Auch der letzte Tag unserer Kiteferien sollte uns nicht mit mehr Wind beschenken als die 3 vorherigen. Als wir mit der Gruppe am Etang de la Palme ankamen, herrschte der selbe schwache Ostwind wie in den den Vortagen. Allerdings sagte die Prognose, dass der Wind am Nachmittag 4Bft erreichen sollte. Also warteten wir ab und vertrieben uns die Zeit mit Kite aufbauen und Flugübungen, doch diese Tüten wollten einfach nicht am Himmel stehen bleiben. Relaunchübungen brachten dann auch die letzten aus der Gruppe zur Verzweiflung. Es war einfach nix zu machen. Als gegen 14.00 Uhr der Wind doch endlich etwas stärken zu sein schien, baute Simon einen 18er Catapult Scooter auf. Mit dem 160 Fanatic Easyrider wagte er sich aufs Wasser. Doch auch riesen grosse Sinus brachten ihn nicht zum Gleiten. Zusätzlich löste sich der Punch Out der am Vorabend neu gekauften Ocean Rodeo Bar von selbst und der Catapult stürzte ab. Ende der Übung. Achtung, kaufte keine Ocean Rodeo 05 Kitebar, die ist echt unbrauchbar. Oder falls bereits jemand den Fehler gemacht hat und sich von dem tollen aussehen der Bar verarschen liess, dann kappt das Punch Out System. Wie wäre es wohl, wenn sich dieses System auf dem offenen Meer selbstständig macht? Zurücksenden an den Produzenten und als nicht brauchbar deklarieren. So, genug dem Frustablass.

Nach den verzweifelten Kiteversuchen fuhren Martin, Elias und Simon mal wieder zum Beach von La Franqui in der Hoffnung, dass wenigstens Buggy Surfing möglich wäre. Aber auch dort war nur Schwachwind angesagt. Um den Tag nicht in der Frustration ersaufen zu lassen, liessen wir uns beim Buggy-Car-Surfing das Adrenalin durch die Adern pumpen. Dabei wurde die 90km/h Grenze von unserem Junior Elias gebrochen. :-) Herzliche Gratulation!!

Zusammenfassung:

Wir erlebten in Leucate im Süden von Frankreich eine erlebnisreiche Woche mit einer Menge Spass. Das gebiet ist bei Windsurfern seit vielen Jahren wegen dem starken Wind sehr beliebt. Der Starkwind Tramontana bläst ablandig, und kann so nur auf den Etangs, Salzseen welche hinter der Küste liegen, genutzt werden. Wenn der Tramontana am Wochenende blässt, ist der Etang de la Palme von den Locals belegt. Die bieten dann aber auch jede Menge Unterhaltung für die Strandbesucher. Bei Tramontana unbedingt die Kleinen Tütchen mitbringen. Ich bin mit einem 7er Naish Aero sehr gut gefahren und konnte mit den starken Böen einigermassen umgehen. Positiv am Etang ist, dass das gesammte Gewässer Stehrevier ist. Der Nachteil ist allerdings, dass die Bekleidung auf dem Muschelboden ziemlich stark beansprucht wird. Unbedingt Booties mitnehmen. Bei Ostwind kamen wir in dieser Woche nicht zum Kiten. Mit einem 20er Schirm bei ca. 80kg und ca. 3-4Bft war nur knappes Kiten möglich. Marin, der Wind welche dem Tramontana entgegengesetzt weht, haben wir in dieser Woche nicht erlebt.

Das Gebiet ist aufgrund seines vorherrschenden Starkwindes nicht das ideale Kiterevier für Kitesurf-Anfänger. Hingegen ist La Franqui der Traumstrand für Kitesailing oder Kite-Buggying.

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