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Archiv für Februar, 2005

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Snowkiteing @ Silvaplana 25., bis 27. Februar 2005

27. Februar 2005 martin Keine Kommentare

Freitag 25. Februar 2005
Afterwork Nightsking in St. Moritz

Da war es endlich, das lang ersehnte Wochenende in St. Moritz. Nach der fast 3 stündigen Fahrt von Zürich, oder etwas mehr als 4 stündingen Fahrt von Bern nach Silvaplana, kamen wir, Dave, Nicu, Tinu und Simu gegen 22.00 in St. Moritz an. Wir bezogen rasch unser Quartier in der Jungendherberge in St. Moritz Bad und huschten sofort weiter. Nachtskifahren auf dem Corvatsch war angesagt! Für 20.– bezogen wir die Lizenz zum Nacht-Downhillen. Nachtskifahren ist theoretisch bis 2 Uhr in der früh möglich, wer eine solche Leistung nach einer Woche Arbeit aber zustande bringt… respekt. Nach 3 abfahrten auf den hell beleuchteten, gut präparierten aber etwas harten Piste überfiel uns die Müdigkeit. Nach einem kurzen Abstecher nach St. Moritz Stadt, wo wir uns im 24Stunden Lädeli Verpflegung besorgten und beim Hammerspiel in einer Bar die Zeit vertrieben, kehrten wir zurück zur Jugi. Die Betten der Jugi waren, speziell für Dave, etwas knapp bemessen, aber trotzdem schliefen wir gut.

Gute Nacht…

Samstag 26. Februar 2005
Sonne und Wind

Nachdem wir uns im Coop in St. Moritz Food besorgt hatten, das Frühstück in der Jugi haben wir leider verpasst, eilten wir bereits gegen 10.00 Uhr in Richtung Silvaplana. Bei der Sportschule schnappten wir einen Pflicht-Cappuccino. Bei blauem Himmel und wunderbarem Sonnenschein herschte schon früh Nordwind, oder Julier-Wind, oder wie man den nennen will. Jedenfalls bauten wir früh unser Kite-Material auf dem Silvaplanasee auf und legten gleicht los. Nach einer kurzen Einführung wusste auch Dave, wie er mit dem gemieteten 10er Ozone Frenzy05 umzugehen hat und er fuhr schon mal über den See. Ich flog den 16ner King Tubekite von Martin (neu mit fünfter Leine) und hatte bei den böigen, knappen 4 Bft während fast einer Stunde meinen Spass. Der Schirm baut hat ziemliche Querkräfte, weshalb das Höhelaufen nicht nur einfach war. Martin und Nicu fuhren mit ihren 5.3er Amun kreuz und quer über den See und schienen sich auch zu amüsieren. Als mein Schirm durch die böigen Umstände “abstürzte”, zog ich die Safty und brach so meine Kite-Session ab. Die Safty zu ziehen wenn ein Kite “stallt” macht insofern Sinn, dass dadurch der Schirm nicht in die Powerzone zurückkehrt, dort Power auflädt und volle Kannone in den Boden knallt. Materialschonung also. Ich packte den Kite unter den Arm und lief zurück zu meinem Startpunkt. Die Anderen waren bereits in der Start- und Landezone zurück und bauten ebenfalls ab. Die Bedingungen waren an diesem Tag einfach nicht unproblematisch und so verliessen wir das Kiterevier. Den Abend verbrachten wir nach einem anständigen Essen in der Jugi, in der Jugi (coole Satzstellung, scheint mir aber richtig..) wo wir uns mit Quartett, Bier und Eierschlacht unterhielten. Die Jugenherberge scheint mir übrigens eine super Lösung für Übernachtungen wärend einem Wocheend-Trip nach St. Moritz. Die Nacht in unserem Viererzimmer verbrachten wir, nach einer minutiösen Raumaufteilung, unproblematisch.

Sonntag 27. Februar 2005

08.45…. Frühstück in der Jugi, Packen, Aufräumen und ab nach Silvaplana. Pflicht-Cappuccino bei der Kiteschule und einen frisch gepressten Orangensaft bei Adi und Denise von der Swiss Kitesailing Association, welche vor der Schule ihren Fruchtsaft-Stand aufgebaut hatten. Nächste Woche ist ja Kite-Event in Silvaplana, und so konnten die zwei sich schon mal im Marketing und Presales üben… Gut gemacht….!

Erneute herschte Nordwind mit bis zu 4 Bft. Die Bedingungen waren aber nicht besser als am Vortag. Wir starteten wieder ziemlich früh Richtung See und bauten unser Material auf. Ungeduldigkeit scheint unsere Stärke zu sein :-) . Die zwei Amun-Kiter waren bereits unterwegs, als ich den King-Kite erneute startete und losfuhr. Ich fuhr zweimal quer über den See und da brach der Wind zusammen. Bei dem schwachen Wind versuchte ich den Tube-Kite kontrolliert zu fliegen oder zu landen. Der Wind nahm wieder zu und ich konnte wieder an Speed gewinnen.

Da macht es “zingg!!!” und meine Safty, also diejenige welche den Fahrer mit dem Kite verbindet, öffnete sich und ich hielt den Schirm im Vollwind ungesichert in den Händen. Uff, das kostete Kraft. Ich versuchte den Kite so sanft wie möglich zu landen. Als er am Boden war, wollte ich meine Safty wieder einhängen, schaffte das aber nicht. Der Wind zog zu stark an meinem Schrim. Also löste ich noch die zweite Safty, damit ich abbrechen konnte. Oh mannnn.. jetzt gabs Leinensalat :-( Was für eine Frustration. Als ich in der Startzone ankam, ware auch die anderen Jungs teilweise wieder zurück. Nicu hatte die grösste Geduld bei diesen Bedingungen. Dave brach ebenfalls sehr schell ab um den gemieteten Schrim zurückzubringen. Macht ja auch kein Sinn für diesen unbeständigen Wind, Geld für die Kite-Miete zu verschwenden. Wir brachen unsere Übung ab, verabschiedeten uns von der Kite-Commune und machten uns auf die Nachhausefahrt.

Auch wenn die Kitebedingungen nicht so gut waren wie wärend unseren Ferien, so hatten wir doch eine Menge Spass und ein paar tolle Bilder vom St. Moritzer Parkhaus im Kasten :-)

so long.. simon

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Snowkite @ Silvaplana – 5. – 12. Februar 2005

12. Februar 2005 martin Keine Kommentare

Montag 7. Februar 2005
Lonsome Riders

Den Tag mit einer 1.2Kg Büchse Ravioli starten.. tönt zwar krass, verhindert aber das Hungergefühl, wenn man den ganzen Tag auf dem See ist. Dann gegen Mittag sind wir gleich zum Sportzentrum in Silvaplana gefahren und haben uns noch mit Trinkwasser eingedeckt. Der Gang runter zum See hat mir Spass gemacht wie wohl noch selten zuvor. Denn die gesammte Eisfläche war menschenleer. Wir konnten uns also in Ruhe ein lauschiges Plätzchen aussuchen. Gestern sah es hier ein wenig anders aus. Ist aber schon lustig, wenn du bei null Wind deinen Kite aufbaust, und dir die Spaziergänger verwundert zuschauen oder einfach nur den Kopf schütteln. Wir nutzen die Zeit bis der Molojawind einsetzte, um ein wenig Sonne zu tanken. Dann aber um 12:40 erfasste uns der erste Windstoss und ich schnallte zügig mein Trapez um.
War wirklich komisch, so ganz alleine auf dem gefrohrenen See, wussten aber auch, dass dieser Zustand nicht lange so bleiben würde. Wir kämpften uns gegen den Wind an da obere Seeende. Bei schätzungsweise 3Bft und Sonnenschein fuhren wir wärend den nächsten 3 Stunden den See ab und genossen das Gefühl des Gleitens über die Schneefläche. Simu amüsierte sich, Shifty Halsen zu üben und Tinu machte seine ersten Sprungversuche. Bei beiden gibts noch gewaltiges Verbesserungspotential :-) . Mit den letzten Windstössen kämpften wir uns zur Startzone zurück, landeten unser Material und packten zusammen. Schon wieder ein Tag mit perfekten Bedingungen und zusätzlich wurden wir von grossen Menschenmengen verschont. Yeah, Rock ‘n’ Roll. Abends war wieder bei Wasserbomben und Wellenbrechen wieder Erholung im häuslichen Pool angesagt. Und morgen, gibts wohl wieder Sonne und Wind. Sorry an Alle, die zu Hause bleiben oder Arbeiten müssen. Aber er werdet sicherlich auch bald wieder in den genuss von perfekten Bedingungen kommen. Cheers Simu und Tinu

Dienstag 8. Februar 2005
Flaute

Nach anfänglicher Euphorie, als heute gegen Zwei Uhr der Malojawind einsetze, folgte bald die Ernüchterung, als er erst die 1.5bf Grenze nicht überschritt… und dann wieder ganz abstellte. Naja, “jeden Tag Wind wäre etwas viel verlangt”, sagten wir uns und wechselten kurzerhand zum Schlittschuh-/ Hockey Sport :-)
Fazit: Viel Sonne… und viel Calanda vernichtet.

Mittwoch 9. Februar 2005
Julier Wind

Als wir heute nach Silvaplana fuhren, erwarteten uns die Fahnen nach Süden wehend… also Nordwind. Nach anfänglicher Ratlosigkeit unsererseits gab uns Stefan den Tip, mal den Spot unten am See beim “Beach Club” auszuchecken, da sich der Wind dort noch mehr kanalisiert und heftiger sein sollte. Leider wars nicht so der bringer und bei maximal 2bf kamen wir nicht wirklich ins Gleiten. Also wieder retour zur Kitestation.. Als wir da gegen 15 Uhr ankamen, hatte der Wind auf Julier gedreht. War zwar ein wenig unbeständig mit ein paar Windlöcher, dafür wurden wir aber mit Spitzen bis 20kn belohnt! Phuu das ging mächtig ab! Deshalb kamen wir dann auch kaum mehr zum Bilder schiessen!

Donnerstag 10. Februar 2005
Simu’s 30igscht

Ok, heute feierte Simu seinen 30igsten Geburtstag und er wünschte ich nicht anderes für diesen Tag, als eine Menge Wind. Gegen Mittag traffen wir bei der Kiteschule in Silvaplana ein und warfen einen ersten Blick auf die Fahnen, welche uns täglich zur Windermittlung halfen. Da bewegte sich aber nur wenig. Jedoch die grosse Schweizerfahne am Ende der Schweinebucht zeigte sich ziemlich aktiv. Also packten wir unser Material und liefen so weit wie nur möglich in die Schweinebucht hinein und bauten auf. Der Julier-Wind war aber zu schwach und wer zu weit Richtung Höhe der Kitetation fuhr, dem sein Schirm faltete sich zusammen und stürzte ab. Auch später wurde der Wind nicht viel besser. Er hatte gegen 15.30 seine Maximalkraft aber war ziemlich böig. Martin kurvte bei diesen Bedingungen zufrieden über den See und Simon versuchte seinen Drachen zu entwirren. Naja, Wind war also eher etwa weniger als mässig, und so brachen wir rechtzeitig ab und begannen, Simu’s Geburi feuchtfröhlich bis in die frühen Morgenstunden zu feiern. Am Schluss endeten wir im St. Moritzer Diamond Club.. Aber wie alles an diesem Tag, war auch der nur schwach mässig. :-) ändläch erwachsä!

Freitag 11. Februar 2005
Ab nach Haue!

Ja Ja, der Tag der Abreise war gekommen. Glücklicherweise waren wir am Vorabend anständig und konnten so am Freitag entsprechend früh aufstehen und die Wohnung für die Abreise aufräumen. Danach fuhren wir zum letzten mal in dieser Woche zum Silvaplanersee um zu Kiten. Bereits bei unserer Ankunft gegen 12.30 wehte der Maloja mit schwächlichen 2 bis 3 Bft bei einer Lufttemparatur von 9 Grad! Endlich mal Kiten ohne Handschuhe und Windstopper, und gleichwohl schwitzen wir uns vor lauter Sinuns-Fliegen einen ab und kamen dabei nur langsam vorwärts. Der Schnee auf dem See verwandelte sich innerhalb eines Tages in einen harten Sulz-Schnee. Für Simon waren diese Bedinungen zu unbefriedigend und er übergab seinen Miet-Kite (Ozone Frenzy05) an einen anderen Kiter. Martin kurvte ein paar Minuten länger auf dem See hin und her und brach dann auch ab.

Nachdem wir uns von Stefan und Lydja im Kitecenter verabschiedet hatten, fuhren wir zurück nach St. Moritz um unsere Wohnung abzugeben und machten uns dann auf den Heimweg.

Die Woche erlebten Martin und Simon als super Kitewoche in Silvaplana. Wir schätzten das späte, morgendliche Aufstehen und das späte, abendliche zu Bettgehen, denn mit Wind konnten wir eh erst ab 12.00 oder später rechnen. Martin ist absolut von seinem eigenen Buggykite Rhombus Amun 5.3 überzeugt, mit welchem er die ganze Woche eine Menge Spass auf dem See erlebte. Simon miete bei der Kitestation jeweild einen Frenzy05 von Ozone und übte damit bereits nach kurzer Zeit seine ersten Tricks. Beide Schirme, obschon sie in ihrer Art total unterschiedlich sind, konnten ideal zum Snowkiten eingesetzt werden. Der Frenzy05 wurde mit dem Snowboard, und der Rhombus Amun mit Skiern ausgefahren.

Wir genossen diese Woche im Oberengadin und schätzten vor allem die freundlichen Leute der Kitestation, den konstanten Maloja am Sonntag und Montag sowie den langanhaltenden Julier am Mittwoch. Ausserdem war es einzigartig, bei stetigem, blauem Himmel und knappen Minustemparaturen die Winterregion von St. Moritz und Silvaplana zu geniessen.
Wir kommen sicher wieder! Cheers, Tinu und Simu

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